Unser Space soll safer werden

Wie kann eine Gemeinde der sichere Ort sein, der sie von ihrem Selbstverständnis her sein sollte? Die Erfahrung viel zu vieler Menschen hat ja gezeigt, dass gerade in Gemeinden Übergriffe aller Art passierten und auch weiterhin passieren. Und die vor etwas über einem Jahr erschienene ForuM-Studie hat für alle sichtbar gemacht, dass das Problem nicht einfach auf eine veraltete Sexualmoral (Zölibat usw.) oder fundamentalistische Theologie (Freikirchen) zurückzuführen ist, sondern dass das Problem alle Gemeinden betrifft. Auch die, die sich für besonders offen und menschenfreundlich halten. Also auch uns als Kreuzbergprojekt.

Die hier verlinkte Predigtreihe war eine Anweisung der Leitung der Berliner Stadtmission im Rahmen der Präventionsarbeit, die dieses Jahr in allen SM-Gemeinden ganz weit oben auf der Agenda steht. Ich bin der Anweisung gerne gefolgt, denn ich habe im Rahmen meiner früheren Beratungsarbeit, aber auch im privaten Freundeskreis oft genug erlebt, wie verheerend sich Vertrauensbrüche und Übergriffe in Gemeinden auf das Seelenleben von Betroffenen auswirken. Jetzt, da ich selbst in der Machtposition einer Pastorin bin, muss ich mich umso gründlicher damit auseinandersetzen, wie solche Entgleisungen verhindert werden können.

Vertrauen ist ein zartes Pflänzchen. Es kann nur in einem sorgfältig gepflegten Beet (wieder) wachsen. Diese drei Predigten und ein Referat geben hoffentlich ein bisschen Dünger.

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